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Produktdesignprozess vs. Google Design Sprint: Die wichtigsten Unterschiede
Ist das eine richtig und das andere falsch? Nein. Der PDP eignet sich für die Entwicklung eines Produkts von Grund auf oder die Neukonzeption eines bestehenden Produkts; der GDS eignet sich für ein bereits etabliertes Produkt.
Slack ist hierfür das beste Beispiel. Ein Sprint verbessert es schrittweise, Funktion für Funktion. Den vollständigen Produktdesignprozess auf Slack anzuwenden, würde einen völlig neuen Ansatz und eine neue Lösung bedeuten – was bei einem Produkt, dessen Bedienung Millionen von Menschen bereits kennen, nicht sinnvoll ist.
Der praktische Unterschied liegt darin, was an die Entwicklung übergeben wird. Ein Sprint liefert einen validierten Prototyp. Die zwölf Schritte liefern ein spezifiziertes Produkt: die Bildschirme, die Zustände, die durch das Design implizierte Architektur und einen Plan, der auf all diesen Punkten basiert. Ein vollständiger Prozess unterstützt einen Zeitplan. Ein Sprint unterstützt eine Entscheidung.
Ein Design Sprint ist also die beste Option, wenn das Problem bekannt ist, das Team bereits damit gearbeitet hat oder die Erfahrung bereits zeigt, worum es geht. Wenn es jedoch keine konkreten Handlungsoptionen gibt oder die Zielgruppe noch unbekannt ist, wird ein Sprint keine nützlichen Ergebnisse liefern. Es gibt nichts, was man in eine Woche komprimieren könnte, wenn das Team noch darüber rätselt, was eigentlich entschieden werden soll. Das Fundament muss zuerst gelegt werden, und genau hier zeigt der Produktdesignprozess seinen Wert.


















